Sanfte Medizin, 27.09.07 Münchner Merkur, Sophie Heyland

Ozon kann bei Behandlung von Neurodermitis helfen
Stefanie Buchloh-Grassinger über die heilende Wirkung des dreiatomigen Sauerstoffs

Planegg - Warum so viele Joghurthersteller mit der Beimischung von lebenden Darmkulturen werben? Stefanie Buchloh-Grassinger aus Planegg hat vielleicht eine Erklärung. „Unser Immunsystem sitzt zu 80 Prozent im Darm, deshalb ist eine funktionierende Darmflora ein wirksamer Schutz gegen Krankheiten.“ Dass hierfür jedoch ein bestimmter Joghurt ausreichen soll, darauf will sich die Heilpraktikern und Mutter von vier Kindern nicht verlassen. Für den Aufbau einer aktiven Darmflora behandelt sie ihre Patienten unter anderem mit Ozon. Die dreiatomige Sauerstoffverbindung wird in der Heilbehandlung wegen seiner bakterien- und pilztötenden Wirkung geschätzt. Zudem fördert Ozon die Durchblutung und stellt die körperliche Abwehr wieder her. Profitieren können von der Ozontherapie vor allem Immungeschwächte, aber auch Allergiker und Neurodermitis-Patienten.

Stefanie Grassinger hat sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert. Bei vielen setzt die Neurodermitis bereits wenige Wochen nach der Geburt ein. Die Ursache ist nach Meinung von Grassinger immer eine Allergie, meist gegen Kuhmilch oder Weizen und eine Pilzbesiedelung der Darmflora. Doch manchmal vergehen Jahre, bis die Eltern etwas von den Möglichkeiten einer Darmbehandlung mit Hilfe von Ozon erfahren. So etwa bei dem sechsjährigen Mädchen, dessen Foto Grassinger in ihren Unterlagen aufbewahrt hat. Die Kinderhaut mit unzähligen roten und juckenden Pusteln übersät. Ein zweites Foto zeigt das Mädchen etwa sechs Monate nach dieser ersten Aufnahme - von der Neurodermitis ist nichts mehr geblieben.

Geheilt hat die Planeggerin das Mädchen mit der Verordnung einer strengen Diät, bei der das Allergen und jede Form von Zucker - auch Fruchtzucker -gemieden werden sowie einer Darm-Insufflation mit Ozon. Während der Behandlung wird eine bestimmte Menge (50 bis 150 Milliliter) Ozon in den Darm eingeleitet und tötet dort den Pilz candida albicans ab, der für die Irritationen der Darmflora verantwortlich ist. Diese Behandlung muss circa acht Mal wiederholt werden. Nach Einhaltung der Diät kann wenige Wochen später die Behandlung mit einer Schwingungs- oder Meridiantherapie angeschlossen werden. Danach darf sich der Patient wieder normal ernähren.

Dass mit der „Genesung“ der Darmflora auch die Neurodermitis verschwinden kann, wird anhand der Wechselwirkung mit Allergien deutlich. Durch die Muttermilch kommen Neugeborene von Anfang an mit Fremdeiweißen in Berührung. Sind Mutter, Vater oder gar beide Elternteile Allergiker, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dieses Fremdeiweiß eine Allergie auslost. Die Darmflora ist irritiert; zusätzlich kommt als besonders aggressiver Angreifer der Pilz candida albicans ins Spiel. Er ernährt sich von Kohlehydraten (am liebsten Einfachzucker}, wächst daher schnell und beginnt die geschwächte Darmflora regelrecht zu überwuchern. Die Haut reagiert auf dieses innere Ungleichgewicht mit Juckreiz, Rötungen und Rissigkeit - kurz Neurodermitis.

Für die Kinder, die Grassinger behandelt, bedeutet die Therapie folglich: kein Kakao, kein Nutellabrot, kein Saft, kein Weißbrot, kein süßes Obst. Das ist freilich nicht leicht. Doch das Versprechen, dass die juckende Neurodermitis durch Diät, Ozon und Schwingungstherapie endlich verschwindet, lässt die jungen Patienten und ihre Eltern doch durchhalten. Und viele strahlen nach einem halben Jahr genauso wie das sechsjährige Mädchen auf dem Foto, das seine Neurodermitis in Stefanie Grassingers Naturheilpraxis vollständig besiegt hat.

27.09.07 Münchner Merkur, Sophie Heyland